Schadenersatz

 

 

Oft wird der Wunsch der gegnerischen Versicherung an Sie herangetragen, kein Sachverständigengutachten über den Schaden erstellen zu lassen.

Manche Reparaturbetriebe tendieren dazu, direkt oder über Kostenvoranschlag mit der Versicherung abzurechnen.

Lassen Sie sich nicht darauf ein.

 

Sie als Geschädigter haben zumindest ab einer Schadenshöhe von € 750,00 das Recht auf ein Sachverständigengutachten eines Sachverständigen Ihrer Wahl.

Die Erstellung des Gutachtens dient auch Ihrem Schutz vor unliebsamen Überraschungen.

Im Gutachten werden die Reparaturkosten geschätzt, ggf. eine Wertminderung, unter Umständen der Wiederbeschaffungs- und Restwert.

Diese Schätzung benötigen Sie als Entscheidungsgrundlage.

Der Sachverständige kann später ein wichtiger Zeuge sein, zum Beispiel wenn es um die Frage einer Erweiterung der Reparatur oder der Reparaturdauer geht.

 

 

 

Eben so häufig will Versicherung die Schätzung Ihres Schadens durch einen Sachverständigen der Versicherungen oder einen Sachverständigen der durch die Versicherung beauftragt wird durchführen.

 

Lassen sie sich nicht darauf ein!

Sie haben im Schadensfall das Recht auf einen eigenen, freien, durch Sie ausgewählten und beauftragten Sachverständigen.

Dieser schätzt den Schaden neutral, berücksichtigt die Rechtsprechung der Gerichte, nicht aber die Interessen der gegnerischen Versicherung.

Dies kann im Einzelfall ganz erhebliche Unterschiede ausmachen.

 

 

Gute Gründe sprechen ebenfalls für die Einschaltung eines Rechtsanwalts im Haftpflichtschadenfall:

Das Schadenrecht wird immer komplizierter, das Regulierungsverhalten der Versicherer immer unberechenbarer.

Schließlich gebietet es der Grundsatz der Waffengleichheit, dass auch der Geschädigte sich durch Beauftragung eines Rechtsanwalts Augenhöhe im Verhältnis zur gegnerischen Versicherung beschaffen darf.

Sie müssen bei der Einschaltung eines Rechtsanwalts für die außergerichtliche Schadenregulierung keine Kostenbelastung befürchten.

Im Umfang der durchgesetzten Ansprüche muss nämlich die gegnerische Versicherung für die dabei entstehenden Anwaltskosten aufkommen.

 

 

Wenn Sie eine Verkehrsrechtschutzversicherung haben, ist das umso besser.

Aber für die außergerichtliche Regulierung wird die nicht gebraucht.

Die kann nützlich werden, wenn die gegnerische Versicherung – so etwas kommt durchaus vor – trotz klarer Rechtslage nicht alles reguliert.